28.01.2013 Montag  Vorsicht auf dem Eis!

Am Freitag kam ein eingebrochener Eisangler auf dem Diemelsee noch einmal mit dem Schrecken davon und konnte von seinen Begleitern gerettet werden. Dennoch warnt die DLRG Ortsgruppe Brilon noch einmal eindringlich vor den Gefahren des Eises.

Zahlreiche Eiseinbrüche – häufig mit tödlichem Ausgang – beweisen, wie trügerisch das Eis ist. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen sowie auf Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten.

Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 cm, bei Bächen und Flüssen sogar 20 cm dick sein.  Das Eis sendet Signale aus, die jeder erkennen sollte. Dunkle Stellen verraten: Es ist noch viel zu dünn. Hier droht Gefahr einzubrechen, also betreten verboten. Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Auch Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, sind gefährlich. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees.

Wer sich aufs Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel. Im Notfall ist schnelle Hilfe geboten, der Verunglückte droht schnell zu unterkühlen.

Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum von der nassen Kleidung befreit und langsam aufgewärmt werden. Zudem sollte er sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben.

Von: Daniel Brumberg

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