Gründung der DLRG

Am Anfang stand ein tragisches Unglück.

Am 28. Juli 1912 brach in Binz auf Rügen ein Bootsteg. Dabei ertranken 17 Menschen. Das Unglück rief nicht nur große Trauer im kaiserlichen Deutschland hervor, sondern auch den Gedanken eines Wasserrettungsdienstes für Binnenseen und Badestrände. Am 19. Oktober 1913 war es soweit: In Leipzig wurde die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gegründet. Sie ist heute mit knapp 1.000.000 Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt mit Sitz in Bad Nenndorf.

Die Zahl der Schwimmer, die aus Lebensgefahr gerettet werden mussten, hat sich zum Glück von Jahr zu Jahr verringert. Dies ist auch auf die erfolgreiche Arbeit der DLRG zurückzuführen. Heute können etwa 80% der Bevölkerung schwimmen, was nicht zuletzt ein Verdienst der DLRG ist.

Gründung der Ortsgruppe Brilon

Der vom Reichsarbeitsdienst in den Jahren 1933 bis 1935 angelegte - zunächst verwilderte - Waldsee in Brilon-Gudenhagen wurde nach Kriegsende zum Schwimmen nutzbar gemacht. Dabei wurde die Grundlage zu Wassergewöhnung und zum Schwimmen lernen gelegt.

Doch dadurch stieg auch die Gefahr zu ertrinken. Leichtfertigkeit und Unwissenheit vieler Nichtschwimmer erhöhten das Risiko noch. Deshalb machten sich die Mitglieder der OG Brilon dafür stark, Nichtschwimmer zu Schwimmern und Schwimmer zu Rettungsschwimmern auszubilden. Dies ist auch noch heute eine unserer wichtigsten Aufgaben.

Arnold Kohl gehörte der DLRG seit 1932 an. Er gründete gemeinsam mit Ursula Kretzschmar und Winfried Lohmann im Jahre 1949 die OG Brilon. Ihr Motto lautete:

"Schwimmen lernen und Retten lernen."

Nicht zuletzt ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass sich immer mehr Landratten für das nasse Element interessieren.

Seit dieser Zeit ist viel passiert. Die OG Brilon zählt mittlerweile 450 Mitglieder. Das Hauptaugenmerk ist weiterhin die Schwimmausbildung von Kindern und Jugendlichen.

Waldfreibad Gudenhagen

Nach dem Krieg war das spätere Freibad Gudenhagen ein Schlammloch und lud sicherlich nicht zum Schwimmen ein. Trotzdem wurden hier Trainingsstunden geleistet, da das Hallenbad erst 1967/1968 gebaut wurde.

Vom Arbeitsdienst wurde 1933-1935 das "Schlammloch" ausgehoben. Nach und nach wurde der Ausbau betrieben, sodass wir heute behaupten können, dass es ein richtiges Schmuckstück geworden ist.

Wenn man bedenkt, dass das Freibad bei einer Länge von 130m und einer Breite von 60m (Maße des Schwimmbeckens) teilweise über 2.000 Badegäste pro Tag zählt, kann man sich vorstellen, wie viele Rettungsschwimmer für die Arbeit des Wachdiensthabenden nötig sind.

Bis zum Bau der heutigen Wachstation hatten wir für unsere Wachmannschaften nur einen kleinen Raum neben den Umkleidekabinen zur Verfügung. Deshalb haben wir 1970 in Eigenleistung unsere Wachstation errichtet, auf die wir wohl zu recht stolz sein können. Sämtliche nötigen Reparaturen werden selbstverständlich von uns durchgeführt.

Die Wachhütte ist ein Ort für "Erste Hilfe" und Aufenthaltsraum für die Rettungsschwimmer. Da bei uns der Spaß natürlich nicht zu kurz kommt, dient die Wachstation auch dazu, nach getaner Arbeit in froher und gemütlicher Runde auszuspannen.